The Perfect Match: Wie finde ich die richtige PR-Agentur?

Kommunikation ist eine unternehmerische Kerndisziplin. Und für den messbaren Kommunikationserfolg braucht es Know-how, Professionalität, Ideenreichtum, Kontakte und Effizienz. Bei der Wahl des Agenturpartners gilt es, eine Vielzahl von Aspekten zu berücksichtigen. Ein folgender 8-Punkte-Plan von Beate Faderl, Maisberger GmbH.

Gastbeitrag von Beate Faderl, Agentur Maisberger GmbH


Kommunikation als Wertsteigerung – das ist die Hoffnung, die viele Unternehmen mit dem Einsatz von PR verbinden. Damit sind sowohl materielle (Vertriebserfolg) wie immaterielle Werte (Markenwahrnehmung) gemeint. Doch allzu oft bleiben die sichtbaren Erfolge aus. Kein Wunder, denn PR wird nicht selten „nebenbei“ gemacht. Als Nebenjob, sozusagen.
Kommunikation ist eine unternehmerische Kerndisziplin, die man nicht dem guten Willen der Mitarbeiter überlassen sollte. Für den messbaren Kommunikationserfolg braucht es Know-how, Professionalität, Ideenreichtum, Kontakte und Effizienz.

Was aber tun, wenn die Ressourcen und die Expertise dafür im Unternehmen nicht ausreichen oder erst gar nicht vorhanden sind? Dann wird es Zeit für die Suche nach einer professionellen Agentur, die sowohl fachlich als auch menschlich zu den konkreten Anforderungen passt. Die Investition in einen professionellen, gut vernetzten Partner zahlen sich in vielfacher Hinsicht aus. Aber die große Frage lautet: Wie finde ich in dieser unübersichtlichen Vielfalt an Anbietern diesen Partner, der zum eigenen Unternehmen passt?

Bei der Agenturauswahl gilt es, eine Vielzahl von Aspekten zu berücksichtigen. Der folgende 8-Punkte-Plan nennt die wichtigsten Kriterien und erleichtert dadurch die Suche!

Der 8-Punkte-Plan für die Agentursuche

  1. Themen-Allrounder vs. Branchenkenner
    Möchten Sie ein breites Themenspektrum abdecken oder legen Sie Wert auf hochspezifisches Branchenwissen? Sind Sie aus dem B2B- oder B2C-Bereich? Nur weil eine Agentur schon drei Telekommunikationsanbieter erfolgreich beraten hat, heißt das nicht, dass ein Software-Anbieter hier gleichermaßen gut aufgehoben wäre.
  2. Strategiegenie vs. Vorlagen-Verwandler
    Soll die Agentur Ihre Story und eine Strategie mit Ihnen erarbeiten oder wissen Sie genau, wo es hingehen soll? Sie wollen Ihre Ideen nur gut umgesetzt wissen? Gute Agenturen kennen Ihre Themen, Medien und Branchentrends und stehen Ihnen immer auch beratend als Sparring Partner zur Seite – ob Sie die Ratschläge dann annehmen, bleibt Ihnen überlassen.
  3. Global-Riese vs. Lokal-Matador
    Sie wollen Ihre Märkte erweitern? Es muss nicht immer eine international tätige Agentur sein. Statt eines Global Players kann auch eine Agentur mit internationalem Partnernetzwerk in Frage kommen. Der Vorteil: Die lokalen Agenturen kennen die Anforderungen und Besonderheiten ihres jeweiligen Landes und der Märkte besonders gut.
  4. Marktschreier vs. Grundrauscher
    Wollen Sie um jeden Preis kurzfristige Aufmerksamkeit auf sich ziehen oder soll das Image Ihres Unternehmens dauerhaft gestärkt werden? Eine gute Agentur erarbeitet mit Ihnen eine langfristig wirksame Strategie und verknüpft bewährte Marketingstrategien mit PR-Maßnahmen. Kreative Ideen sind wichtig, solides PR-Handwerk aber auch.
  5. Botschaften-Konfetti vs. News-Paket
    Genau zielen statt wahllos streuen. Ihre Agentur sollte wissen, wie sie die Story Ihres Unternehmens oder Produkts erzählen muss, um zu genau denen vorzudringen, die für Ihr Unternehmen wirklich relevant sind – Kunden, Medien, Märkte, Partner. Die sogenannten „Influencer“ eben. Eine gute Agentur verfügt zudem über die entsprechenden Kontakte, die sich für diese Story interessieren und vielleicht sogar schon auf sie warten.
  6. Suchmaschinenoptimierer vs. Whitepaper-Schreiber
    Hat Ihr Unternehmen eine Social Media-Strategie? Heutzutage geht es nicht mehr ohne. Das heißt aber nicht, dass klassische PR überholt ist. Idealerweise verknüpft eine Agentur die beiden Welten – online und offline – und verzahnt sie zu einer klugen Content-Marketing-Gesamtstrategie für das Unternehmen.
  7. Billig-Flieger vs. Überflieger
    Achten Sie genau auf die Angebotsstruktur der Agentur. Teurere Agenturen sind ihr Geld oft wert, aber es sollte ganz klar aus dem Angebot hervorgehen, welche Leistungen Sie für welches Geld genau zu erwarten haben. Undurchsichtige Leistungspakete erscheinen auf den ersten Blick vielleicht günstiger, enthalten am Ende aber auch oft heiße Luft.
  8. One-Way-Ticket vs. Dialogtreiber
    Ihre Agentur sollte vor allem eines können: zuhören. Seien Sie skeptisch, wenn Sie gleich im ersten Meeting zugetextet werden. Gute Agenturen stellen vor allem gute Fragen. Denn zunächst geht es um Ihre Ziele und Herausforderungen – erst im zweiten Schritt ist es an der Agentur, sich kreativ einzubringen. Und dazu gehört auch, die Strategie und die Maßnahmen immer wieder flexibel und individuell auf Ihre aktuelle Situation anzupassen. So haben sie mit einer guten Agentur auch einen „Mitdenker“ an Ihrer Seite.

Zugegeben: Es ist keinesfalls leicht, die richtige Agentur für sich zu finden. Und es dauert auch grundsätzlich einige Zeit, bis sich beide Seiten richtig aufeinander eingestellt haben und zu produktiver Höchstform auflaufen. Wichtig ist, dass Sie im Vorfeld der Agenturauswahl persönliche Empfehlungen nutzen und Kundenstimmen sowie die messbaren Erfolge der Agentur checken. Und dann ist da noch die Sache mit der Chemie. Mit der besten Agentur lässt sich nur schwer arbeiten, wenn Ihnen die Menschen dort unsympathisch sind. Unterm Strich kommt es vor allem darauf an, dass Sie menschlich gut mit Ihren Ansprechpartnern zurechtkommen – denn nur dann lassen sich die Herausforderungen, die in der Zusammenarbeit mit Sicherheit kommen werden, mit Geduld und Engagement auf beiden Seiten aus der Welt räumen.

Gastbeitrag von Beate Faderl, Agentur Maisberger GmbH

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