Alternativen zum Agenturpitch

Der klassische Pitch ist widersprüchlich. Einerseits eine sichere und vertraute Auswahlmethode, andererseits hadern Marketers immer öfter mit der Treffsicherheit und mittelfristig mit der durch ihn getroffenen Entscheidung. Aber es gibt auch Alternativen. Wir haben drei davon zusammengestellt: 

Braucht es den Pitch? Das fragen sich Agenturen, Verbände, facebook Communities wie die Pitch-Etiquette und sogar ein Pitch-Blog. Wir sagen: er kann Sinn machen, muss aber nicht. Um herauszufinden, welche kreative Sprache eine Agentur spricht, in vertretbarem Aufwandsrahmen, ist er eine gute Methode. Ihn durchzuführen, dabei 10+ Agenturen mehrere Woche zu beschäftigen und am Ende keine der Aspiranten zu beauftragen, ist für Niemanden von Nutzen – mokieren gemeinhin Agenturen. Was denken Unternehmensvertreter über den Pitch? Wir haben nachgefragt:

Der Pitch ist…

…die sicherste Auswahlmethode

  • “Der Pitch ist gesetzt!” – das ist eine der typischen Antworten auf die Frage, welche Auswahlmethode bevorzugt wird.

… die Bühne der (vermeintlichen) Stars

  • “Wir bekommen nicht die Berater zu Gesicht, mit denen wir arbeiten werden.” Auftraggeber gehen davon aus, ohnehin nicht “echte” Berater im Pitch zu erleben.

… reines Schaulaufen

  • Im Pitch werden Luftschlösser gebaut, die wenig mit der tatsächlich zukünftigen Arbeit zu tun haben. Der Anteil an Pitch-Ideen, die in die Realität umgesetzte werden, sei verschwindend gering.

… ein aufwändiger Prozess

  • Ein gut organisierter Pitch dauert zwischen drei und sechs Monaten und beschäftigt schon mal drei bis fünf Mitarbeiter des Unternehmens oder der Abteilung.

… mit zu hohen Opportunitätskosten belastet

  • “Meine Agentur leistet nur achtzig Prozent dessen, was ich mir erhoffe. Sie aber zu wechseln und einen Pitch durchzuführen, kostet mir zu viel Geld. Deswegen arbeiten wir weiter zusammen.”

Der klassische Pitch ist widersprüchlich. Einerseits eine sichere und vertraute Auswahlmethode, andererseits hadern Marketers immer öfter mit der Treffsicherheit und mittelfristig mit der durch ihn getroffenen Entscheidung. Aber es gibt auch Alternativen. Wir haben drei davon zusammengestellt:

Briefinggespräch

Das erste Treffen kann ein nettes Mittagessen sein. Oder ein unverbindliches Briefinggespräch Eine Pilotkundin sagt:

“Ich schätze es sehr, wenn sich Agenturen mit uns auseinander setzen und ich merke das, wenn wir das Briefing durchsprechen.”

Sie schreibt ein Briefing, lässt dies ausgewählten Agenturen zukommen – und anstatt diese direkt Ideen ausarbeiten und Konzepte entwickeln zu lassen, ist der nächste Schritt ein Treffen, wenige Tage nach der Zusendung des Briefings. Gemeinsam sprechen alle Beteiligten die wichtigsten Punkte durch. Und dann folgt die Entscheidung.

“Beim Pitch kommt es nicht auf die Idee an. Worauf es ankommt, ist der Arbeitsstil.”

Vorteile:

  • tiefere Einblicke in die Denkweise einer Agentur

  • Unkomplizierte Anbahnung ermöglicht einen schnellen Projektstart

  • Relativ wenig Aufwand für alle Beteiligten

 

Matching

In Deutschland gibt es ca. 26.000 Agenturen. Natürlich ist nicht jede für jedes Projekt relevant, aber eben die relevanten, dann aus diesem Pool die bestpassendste zu finden, ist eine Herausforderung. Agenturmatching schafft Abhilfe und übernimmt Screening, Briefing, Shortlisterstellung – alles aus einer Hand, von einem für jedes Projekt individuell bestimmten Matching-Profi in Kombination mit einem intelligenten Ranking-Algorithmus. So treffen Sie nur die Agenturen, die wirklich zu Ihrem Projekt und Ihnen passen. Und sparen sich so womöglich gar den Pitch.

Vorteile:

  • Eine große Zahl Agenturen kann ohne Aufwand gescreent werden.

  • Unkomplizierte Anbahnung ermöglicht einen schnellen Projektstart.

  • kein Aufwand für Sie

Two-hour-power Workshop

Stimmt die Vorauswahl der in Frage kommenden Agenturen, eignet sich ein zweistündiger Workshop mit “echten” Beratern, bspw. in den Räumen der Agentur, in dem Sie gemeinsam eine aktuelle Herausforderung diskutieren und Lösungen finden können. Das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen ist vorteilhaft, gleichzeitig ist ein Workshop eine willkommene Abwechslung zum daily business.

Vorteile:

  • einfach umsetzbar: Termin vereinbaren, Herausforderung schildern, im Workshop viel über das Gegenüber lernen

  • verlässliche Entscheidungsgrundlage

 

Haben Sie andere Erfahrungen mit der Agenturauswahl gemacht? Was hat gut funktioniert? Schreiben Sie uns oder hinterlassen Sie einen Kommentar!

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