Agentur, Freelancer oder doch lieber firmenintern?

Was lohnt sich wirklich für die eigenen Zwecke?

Früher oder später steht jedes Unternehmen vor einer ganz wesentlichen Entscheidung im kommunikativen Bereich: Regelt man die anfallenden Aufgaben intern oder ist es sicherer einen Freelancer bzw. eine Agentur zu beauftragen? Die Antwort darauf fällt den meisten nicht leicht, daher möchten wir hier einen kleinen Überblick und somit eine sinnvolle Entscheidungshilfe schaffen. Zur Unterstützung haben wir auch direkt bei einer Freelancerin und bei consense communications nachgefragt.

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1. Agentur, Freelancer, intern – Was kann eine Firma selber schaffen?

Wer sich überlegt die anfallenden Aufgaben aus dem Kommunikationsbereich – seien es SEO-Texte, PR-Aufgaben, Designvorschläge, Social Media Aufträge etc. – selbstständig zu stemmen muss sich zweier Aspekte bewusst sein:

  1. Ohne das richtige Know How kommt man nicht weiter.
  2. Es müssen entsprechende Mitarbeiterkapazitäten bereit gestellt werden.

Zum einen muss also darauf geachtet werden, dass das entsprechende Know How vorhanden ist. Wer sich davor noch nie mit SEO auseinandergesetzt hat wird ohne fremde Hilfe keine perfekte SEO-Kampagne starten können und wer noch nie zuvor Grafiken entwickelt hat, der wird auch über Nacht nicht zum Designer. Darüber hinaus sollte das Unternehmen groß genug sein, seinen Mitarbeitern auch den Freiraum zu lassen, sich den entsprechenden Aufgaben zu widmen. Schnell entwickelte Konzepte können auch schnell nach hinten losgehen.

Agentur / Freelancer? – Was sind die Vorteile eines Freelancers gegenüber einer Agentur?

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Nicht jedes Unternehmen ist mit der Beauftragung einer Agentur am Besten beraten. Besonders relativ kleine Unternehmen, die derzeit noch keine großen Aufträge vergeben, fahren häufig mit einem Freelancer besser. Die Gründe dafür sind vielseitig:

  1. Profit aus Expertenwissen.
  2. Flexible Prozessbestimmung.
  3. Sehr starke persönliche Komponente.

Der wohl wichtigste Punkt einen Freelancer zu beauftragen ist sich dessen Expertenwissen zu bemächtigen und seine Kompetenzen so für die eigenen Zwecke zu nutzen ohne dabei einen großen Auftrag vergeben zu müssen. Was sich für eine Agentur nicht lohnt in Angriff zu nehmen kann für einen Freelancer durchaus ein profitables Geschäft darstellen. Auch die kurzen Kommunikationswege bei Absprachen stellen einen Vorteil dar, da die Person, die den Auftrag letztendlich ausführt auch diejenige ist, mit der sich das Unternehmen kurzschließt. Manche Freelancer suchen für die Zeit des Auftrags sogar das Büro des Unternehmens auf und interessieren sich für eine mittelfristige oder gar längere Zusammenarbeit. Die Synergieeffekte die hierbei entstehen rentieren sich daher im Regelfall für beide Seiten.

Elsa Stöcker*:
„Die Vorteile eines Freelancers sehe ich ganz klar darin, dass der Kunde immer mit ein und demselben Ansprechpartner arbeiten kann und die Qualität der Texte sowie der Stil erhalten bleibt. Zudem sind Freelancer Kleinunternehmer, die lediglich ihre eigene Arbeitskraft in Rechnung stellen und keine Angestellten oder Büroräume bezahlen müssen. Kleinunternehmer verrechnen zudem keine Umsatzsteuer, weswegen Freelancer im Verhältnis günstiger abschneiden als Beispielsweise Agenturen.“

(*Elsa Stöcker – seit 4 Jahren als Freelancerin tätig – Arbeitsgebiete: u.a. SEO, Redaktion, Blog und Werbung)

Agentur: Freelancer funktionieren nicht mehr?

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Wer schnell einen großen Auftrag zu vergeben hat oder auf längere Zeit viel Input benötigt, der überlegt sich sehr schnell eine passende Agentur zu wählen. Dies geschieht schon alleine einmal aus dem Grund, dass alles was ein Freelancer alleine nicht erarbeiten kann einen höheren Koordinationsaufwand bedarf. Die Absprachen werden länger, die unterschiedlichen Freelancer entwickeln alle einen eigenen Stil und das Konzept wird uneinheitlich. Das sollte nicht passieren! Daher liegen die Vorteile einer Agentur klar auf der Hand:

  1. Mehrere professionelle Mitarbeiter oder / und ein eingearbeitetes Freelancernetzwerk arbeiten in einem angeglichenen hohen Qualitätsstandard miteinander an dem Projekt.
  2. Keine Probleme mit großen Aufträgen.
  3. Viel Erfahrung aus anderen Projekten.
  4. Dauerhaft erreichbar und somit ein guter Anspruchspartner.

Wer sich für eine Agentur interessiert, der interessiert sich vor allem für die gute und auch gleichmäßige Qualität, egal wie groß oder klein der Auftrag auch immer ist. Eine gut strukturierte Agentur kann wesentlich mehr leisten als einzelne Freelancer. Des Weiteren fließen wertvolle Erfahrungen und somit auch kostbare Beratungen in den Auftrag ein, die eine Agentur aus dem Bearbeiten von anderen Aufträgen gewonnen hat. Ein weiterer Vorteil an einer Agentur: Wer einen dauerhaften Ansprechpartner wünscht, den er bei bedarf jeden Tag erreichen können möchte, der ist nur mit einer Agentur richtig beraten.

Claudia Thaler*:
„Entscheiden sich Unternehmen für eine Agentur, bekommen sie eine komplette Infrastruktur. Das fängt damit an, dass Agenturen unterschiedliche Kunden und damit branchenübergreifendes Wissen haben. Davon profitieren die Kunden. Aber auch das Netzwerk einer Agentur zu Spezialisten oder Journalisten ist größer. Außerdem profitieren Unternehmen davon, dass Agenturen sie mit einem Blick von außen beraten und so neue Impulse in die Kommunikation einbringen.“

(Claudia Thaler – Geschäftsführerin bei consense communications – Arbeitsgebiete: u.a. PR, Marketingkommunikation, Social Media, Content)

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